schrill

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schrill [ʃrɪl] <Adj.>:
1. unangenehm hell, scharf und durchdringend [klingend]:
ein schriller Ton; ein schrilles Geräusch, Kreischen; die Glocke klingt sehr schrill.
Syn.: durch Mark und Bein gehend, 1 durchdringend, gellend, 1 laut, markerschütternd.
2. ausfallend, aus dem Rahmen fallend; skurril:
schrille Klamotten, Kleider; ein schrilles Privatleben; sie ist ein echt schriller Typ.
Syn.: bizarr, eigenartig, überspannt.

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schrịll 〈Adj.〉
1. durchdringend, grell tönend
2. 〈umg.〉
2.1 auffallend grell
2.2 überspannt, auffallend, skurril
● \schrille Farben; das \schrille Läuten des Telefons; ein \schriller Missklang, Misston, Schrei; der \schrille Ton der Klingel, Pfeife; ein \schriller Typ; sie lachte \schrill [<engl. shrill;schrillen]

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schrịll <Adj.> [wohl zu schrillen unter Einfluss von engl. shrill = schrill; lautm.]:
1. in unangenehmer Weise durchdringend hell, hoch u. grell klingend:
ein -er Ton;
-e Schreie, Laute ausstoßen;
seine Stimme war s.;
s. lachen.
2. auffallend, aus dem Rahmen fallend; ausgefallen; skurril:
-e Klamotten;
-e ( grelle 1 b) Farben;
sie ist ziemlich s.

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schrịll <Adj.> [wohl zu ↑schrillen unter Einfluss von engl. shrill = schrill; lautm.; vgl. ↑schrillen]: 1. in unangenehmer Weise durchdringend hell, hoch u. grell klingend: ein -er Ton; ein -es Geräusch, Kreischen; -e Schreie, Laute ausstoßen; das -e Klingeln des Weckers; Unaufhaltsam waren damals die Stunden zwischen Fliegeralarm und Entwarnungen mit -em Sirenengeheul markiert gewesen (Kühn, Zeit 393); seine Stimme war s; s. lachen; Schon antwortete die Frau zweisilbig und s. (Kronauer, Bogenschütze 133); Sie äußert ihre Meinung ein wenig lauter und -er (Woche 21. 8. 98, 6); Ü Sein Hass auf die Sesshaftigkeit ... kippte ins -e Extrem (Zwerenz, Erde 20). 2. auffallend, aus dem Rahmen fallend; ausgefallen; skurril: -e Klamotten, Kleider, Ohrringe; ein -es Privatleben; Heute ist sie im perfekten Sixtys-Look, auf ihrem Kopf hat sie kunstvoll eine Art Vogelnest aus ihrem eigenen Haar und unechten Strähnen gebaut. Pia ist die -ste Nudel, die ich kenne (Straessle, Herzradieschen 27); -e (grelle 1 b) Farben; Neumann ... will mit -en (bunten u. lärmenden, verzerrt übersteigerten) und schrägen Shows die Samstagabende gestalten (MM 17. 5. 91, 39); Sie ist s. (extrem auffallend, lärmend, überspannt), sie ist deftig, sie steht zu ihrer Form und Fülle (Hörzu 47, 1990, 21).

Universal-Lexikon. 2012.

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  • schrill — schrill: Das Adjektiv erscheint erst nach 1800 im Nhd., wohl unter Einfluss des gleichbed. engl. shrill (mengl. schril‹le›). Voraus ging Ende des 18. Jh.s das Verb schrillen »laut tönen«, das unter Einfluss von engl. to shrill umgebildet ist aus… …   Das Herkunftswörterbuch

  • schrill — Adj. (Mittelstufe) hoch und durchdringend Synonyme: grell, gell (geh.) Beispiele: Ich habe noch nie in meinem Leben eine so schrille und laute Türglocke gehört. Die Frauen lachten schrill …   Extremes Deutsch

  • schrill — Adj std. (19. Jh.) Stammwort. Wohl aus einheimischen Wörtern angepaßt an ne. shrill. Nur wenig früher bezeugt ist das Verb schrillen, das wohl aus älterem schrellen, schrallen umgebildet ist. Das Wort ist deutlich lautmalend, deshalb sind… …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

  • schrill — 1. durchdringend, gellend, grell, markerschütternd; (ugs. übertreibend): ohrenbetäubend. 2. ausgefallen, extravagant; (bildungsspr.): exaltiert, exzentrisch, skurril; (ugs.): abgedreht, durchgeknallt, überdreht, überkandidelt; (ugs., oft… …   Das Wörterbuch der Synonyme

  • schrill — schrịll Adj; <ein Klingeln, ein Schrei, eine Stimme, ein Ton> so hoch und laut, dass sie unangenehm sind || hierzu schrịl·len (hat) Vi; Schrịll·heit die; nur Sg …   Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache

  • schrill — schrilladj 1.hochmodisch,überelegant;überspannt.VonderAkustikübertragen.Halbw1980ff. 2.unerträglich,unfaßbar.1980ff …   Wörterbuch der deutschen Umgangssprache

  • schrill — ungewöhnlich, auffällig ♦ Die schrillen Kostüme sind toll; Schrilles Girl mit Köpfchen …   Jugendsprache Lexikon

  • schrill — schrịll …   Die deutsche Rechtschreibung

  • schrillen — schrill: Das Adjektiv erscheint erst nach 1800 im Nhd., wohl unter Einfluss des gleichbed. engl. shrill (mengl. schril‹le›). Voraus ging Ende des 18. Jh.s das Verb schrillen »laut tönen«, das unter Einfluss von engl. to shrill umgebildet ist aus… …   Das Herkunftswörterbuch

  • sehr laut — schrill; ohrenbetäubend; dröhnend; durchdringend; gellend; markerschütternd; kreischend …   Universal-Lexikon

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